Lagerung von Kisten und Verschlägen


Kisten bieten den Vorteil, dass sie sich problemlos und platzsparend stapeln lassen, sowie den Inhalt vor Druck schützen. Selbst getrocknete Früchte wurden bis in die 1960er Jahre in Holzkisten transportiert. Heute gibt man den leichteren und billigeren Kartons den Vorzug, zumal die Ware durch den Container bereits hinreichend geschützt ist.

Man unterscheidet vier Verpackungsarten.
In Vollholzkisten werden besonders hochwertige oder leicht zerbrechliche Güter transportiert.
Sperrholzkisten spielen heute dagegen fast nur noch bei Tees eine Rolle.
Verschläge aus Latten oder Bretter benutzt man dort, wo keine volle Umhüllung der Ware nötig ist, z.B. bei Maschinen.
Drahtbundkisten haben sich vor allem bei Südfrüchten durchgesetzt.

Kisten, wie übrigens auch Holzfässer oder Ballen, wurden mit dem Handhaken gegriffen. Hierdurch hatte der Arbeiter eine größere Reichweite und konnte sich auf das Heben und Ziehen der Kiste konzentrieren, während er sie gleichzeitig fest im Griff hielt


Auf diesem Bild ist zu sehen wie eine Kiste gegriffen wurden.

Der Text und die Bilder stammen aus dem Speicherstadtmuseum im Hamburger Hafen.
http://www.museum-der-arbeit.de/Speicherstadtmuseum/



Es folgen Bilder von Handhaken, die ich in den letzten Jahren auf Flohmärkten erworben habe :



Dieses ist wohl die Standardform, die am meisten verwendet wurde.



Hier ein Exemplar mit Quergriff aus Holz.


Ebenfalls ein Exemplar mit Quergriff aus Holz aber andere Hakenform.


Hier ein Exemplar mit Quergriff aus Holz. Der Haken ist seitlich angebracht.


Bei diesem Handhaken handelt es sich vermutlich um einen Eigenbau eines Quartiersmannes.


Hier ein Exemplar mit Längsgriff aus Holz.



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Autor: Eckhard Pohlmann
Letzte Änderung: 12.06.2003