Nut- und Federhobel

Der Nuthobel war ein wichtiges Werkzeug zur Herstellung von Spundungen und Nuten zur Aufnahme von Füllungen und Böden.

Unter Spundung versteht man das Ineinandergreifen von Nut und Feder z.B. bei der Verbindung von Brettern, Dielen oder Bohlen.

Nutungen zur Aufnahme von Füllungen werden hauptsächlich bei der Herstellung von Türen gebraucht.

Schubladenböden wurden früher fast immer in Nuten eingeschoben.

Mit dem Nuthobel kann eine Nut mit gleichmäßiger Weite , gleichbleibendem Abstand zu einer Seite des Werkstückes und vorgegebener Tiefe gehobelt werden. Die Weite der Nut ergibt sich durch die Breite des Eisens. Der gleichbleibende Abstand wird durch einen Anlauf gewährleistet, der meistens einstellbar ist. Die Nuttiefe ist durch den Tiefenanschlag (auch Auflauf genannt), der bei einstellbaren Nuthobeln veränderbar ist, begrenzt.

Neben den Nuthobeln für eine vorgegebene Nutform gibt es Hobel, bei denen der Anlauf und der Auflauf/Tiefenanschlag einstellbar sind.

Für die Spundung ist natürlich auch noch das Gegenstück, der Federhobel, erforderlich.

Die beiden Hobelarten gibt es als Pärchen oder als Hobel mit zwei Eisen.




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Autor: Eckhard Pohlmann
Letzte Änderung: 28.12.2004